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Wer ist Sundaram Balachander?

Ahoi…

Spricht man hierzulande von traditioneller Musik aus Indien, dann fällt  schnell der Name ‚Ravi Shankar‘, welcher der wohl bekannteste Sitarspieler unserer Zeit ist. Sundaram Balachander ist hier zwar eher Wenigen bekannt und wenn, dann nicht unbedingt wegen seiner Fertigkeiten auf der Sitar. Dennoch ist er ein großer Musiker und zudem auch eine interessante Persönlichkeit, die ich euch vorstellen möchte.

Sundaram (bedeutet „der Schöne“) Balachander wurde 1927 in Madras, der Hochburg der Karnatischen Musik Südindiens geboren und begann im alter von fünf Jahren seinen musikalischen Werdegang mit dem erlernen der Kanjeera, einer Handtrommel die dem Tamburin ähnelt, mit der er ein Jahr später schon regelmäßig als Begleiteter bei Konzerten auftrat.

Der Kanjeera folgten einige weitere Instrumente die er seit seinen jungen Jahren erlernte, zum Beispiel die Mridangam das bedeutendste Percussion-Instrument der Karnatischen Musik, aber auch ihr gegenstück aus der nordindischen Tradition der Hindustani Musik, die Tabla. Auch auf der Ebene melodischer Instrumente zeigte er keinerlei Berührungsängste und spielte die Dilruba (ein Streichinstrument), die Shehnai (ein Blasinstrument), das Harmonium (ein Tasteninstrument) und auch die Sitar (ein Zupfinstrument), alles Instrumente aus der nordindischen Hindustani Musik.

Ab dem Alter von zwölf Jahren gab er Solokonzerte bei denen er Karnatische Musik auf der Sitar spielte und war einige Zeit später als Musiker für „All India Radio“ tätig, wo er täglich sowohl an Solo-, als auch an  Ensemble- Aufführungen beteiligt war. All diese Tätigkeiten und Fertigkeiten fanden jedoch ein relativ abruptes Ende, als Sundaram Balachander „seine große Liebe“  entdeckte: die Saraswati-Veena.

Sundaram Balachander

Die Saraswati-Veena kam in sein Leben und mit ihr der Entschluss, ihr von nun an die volle Aufmerksamkeit zu widmen. Er hatte dabei keinen Lehrer und folgte somit keiner der traditionellen Schulen dieses, tief in der indischen Geschichte und Mythologie verwurzelten Instruments. Innerhalb von zwei Jahren brachte er sich das Spielen der Veena selbst bei und entwickelte so einen sehr eigenen Stil, der ihm bei seinen weiteren Konzerten und Veröffentlichungen sowohl Lob als auch Kritik bescherte, aber auch die Bezeichnung als „Virtuose der Veena“ einbrachte. Er wird von manchen als einer der größten Veena-Spieler der Geschichte bezeichnet.

Zuletzt will ich hier noch erwähnen, daß er wohl auch ein Pionier in der Art der Darbietung indischer Klassik war, die ursprünglich in kleinem Kreis aufgeführt wurde. Er gab seine Konzerte vor einem größeren Publikum und nutzte dazu Mikrofone, Verstärker und Boxen um den Instrumenten auch in größeren Räumen ihre Wirksamkeit zu geben.

Wer neugierig geworden ist, der kann noch einiges über Sundaram Balachander herausfinden, zum Beispiel hab‘ ich mit Absicht unterschlagen, daß er als Schauspieler und auch als Regisseur und Komponist an vielen vielen Filmen beteiligt war…

 

klang in sicht kapitän…..

peaceout…

 

 

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